Hundeduft als Alternative zum Testen?
Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der WHO, skandierte es wie ein Mantra: „Testen, testen, testen. Jeder Verdachtsfall einer Coronavirus-Infektion muss getestet werden. »
Ein Prinzip, das einfach umzusetzen scheint, angesichts des Ausmaßes der Pandemie jedoch nicht unbedingt so ist. Massives Testen setzt voraus, dass man über die nötigen personellen und materiellen Ressourcen verfügt, um es durchzuführen
Genau in diesem Zusammenhang hatten der Verein Medical Detection Dogs, die London School of Hygiene and Tropical Medicine und die University of Durham eine Idee, die durchaus dazu beitragen könnte, Menschen, die Covid-19 in sich tragen, schnell, massiv und kostengünstig zu identifizieren. 19 und (vielleicht) ohne auf „klassische“ Tests zurückgreifen zu müssen.
Ihre Idee besteht darin, das Gespür von Hunden zu nutzen, die darauf trainiert sind, das Vorhandensein des Virus in Proben zu erkennen und zu melden, damit sie am Ende des Lockdowns an strategischen Orten wie Flughäfen eingesetzt werden können. Die Hunde wären so in der Lage, Virusträger schnell zu identifizieren, um das Auftreten weiterer Ansteckungswellen am Ende der derzeit grassierenden Epidemie zu verhindern.
Schließlich vertrauen mehrere Forschungsprogramme auf den legendären Geruchssinn unserer Hunde, um Krankheiten wie Brust-, Lungen-, Haut- und Prostatakrebs in sehr frühen Stadien oder auch Malaria zu erkennen. Auch dieses Mal könnte uns der am weitesten entwickelte Sinn unserer Hunde dabei helfen, die Epidemie von Covid-19 einzudämmen.
Das Projekt wird in mehreren Phasen stattfinden. Die erste Phase besteht aus der Ausbildung von sechs Biospürhunden innerhalb von 6 bis 8 Wochen, bevor in der zweiten Phase des Projekts eine größere Anzahl von Tieren trainiert wird.
Ein sicherer Job für Hunde
Natürlich steht die Sicherheit der für diese Spürhunde eingesetzten Tiere im Mittelpunkt der Anliegen des Vereins Medizinische Spürhunde. Und obwohl es angesichts der derzeit verfügbaren Informationen keine Beweise dafür gibt, dass Hunde an der Krankheit erkranken können, geht der Verband dennoch davon aus, dass „Hunde mit nicht infektiösen Proben trainiert werden und keinen Kontakt zu den Personen aufnehmen müssen, die sie untersuchen.“ ' um kein Risiko einzugehen.
Zuverlässige Erkennung?
Wenn uns das Gespür unserer treuen Begleiter heute einen neuen Hoffnungsschimmer gibt, müssen wir immer bedenken, dass die medizinische Erkennung durch Tiere noch ein sehr junges Gebiet ist und deren Ergebnisse, obwohl vielversprechend, noch untersucht werden.
Es gibt bisher keine Garantie dafür, dass die von Hunden durchgeführten Geruchstests einen diagnostischen Wert haben und dass sie nicht durch andere, konventionellere Tests bestätigt werden sollten. Fortsetzung also!